Outdoor-Wochenende

 Am Samstag, dem 5. Mai, trafen wir uns alle um 8:45 pünktlich beim Graf Hugo. Die Busse wurden eingeladen und dann ging es auch schon los nach Bersbuch, zum Kletterpark. Angekommen beim Kletterpark wurden uns durch die Mitarbeiter* des Aktivzentrum Bregenzerwald das Gear und die Sicherheitsregeln erklärt und es wurden diverse Trockenübungen durchgeführt. Dann ging es auch schon los und wir durften sofort selbständig mit den Flying Foxes über die Bregenzer Ach fliegen. Im Kletter-Parcours waren einige Hürden, die man bezwingen musste, und es gab einen Part, wo man über die Bregenzer Ach abgeseilt wurde. Für einige war es eine rechte Überwindung aber durch die gute Zusammenarbeit haben alle ihre Ängste besiegen können. Ein Teil des Programms war dann der Floßbau. Aus aufblasbaren Säcken, einigen Seilen und Brettern wurden zwei Floße gebaut, auf denen wir dann alle zusammen die Bregenzer Ach entlang ruderten. Danach ging es per Klettersteig zurück zum Anfangspunkt des Kletterparks.

Nach den aufregenden Elementen Hochseilgarten und Floßbau reisten wir, begleitet von den Klängen einer türkischen Hochzeit, die gerade beim Sammelplatz stattfand, weiter zu unserem nächsten Ziel…unseren Camps für die Nacht. Die Jugendlichen deckten sich in einem nahegelegenen Supermarkt noch mit den nötigsten Ess- und Trinkwaren ein, bevor wir dann unsere Busse in der letzten Bastion vor der Wildnis abstellten 😊. Von da an ging es rund 30 Minuten keuchend, lachend, schnaubend und mit gefühlten 100 Kilo Gepäck und vor allem Essen in Richtung Übernachtungsplätze. Ausdauer und Gemütsruhe wurden dabei ausgetestet und erste Grenzerfahrungen erlebt. Am Campierplatz angekommen meisterten unsere Survivalkids die erste Aufgabe: Feuermachen und Jause herrichten für alle… und das alles unter erschwerten Bedingungen; in der vorgegebenen Zeit, trotz erster Müdigkeit, in unbekanntem Terrain, in der Wildnis. Es entstanden einige Reibungspunkte die auch abseits des lodernden Feuers für „Wärme“ sorgten. Die feine Jause und der Abschied der Mädels zu ihrem Camp linderten die Hitze und es glätteten sich die Wogen im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Camp der Mädchen war auf der gegenüberliegenden Seite des Baches. Als Initiierungsritual wurden also erstmals alle Hosenbeine hochgekrempelt und der Bach überquert. Angekommen an der anderen Seite hat die Outdoorpädagogin alle begrüßt und den Campaufbau eingeleitet. Die Gruppe sollte selbständig ihr Camp gestalten und ihre Schlafplätze einrichten. Die Zusammenarbeit war sehr gut und es hatten alle viel Spaß. Bäume wurden erklommen und Äste wurden gesägt, einige haben Feuerholz gesammelt und andere haben wiederum die Planen gespannt. Nach der Arbeit haben sich ein paar Mädchen in der Bregenzerach abgekühlt, während die anderen sich dem Feuermachen widmeten. Beim gemütlichen Lagerfeuer wurde dann gegrillt, zum Abschluss gab es leckere Schokobananen. Die Nacht wurde dann unter dem Sternenhimmel verbracht und verlief, außer einer sehr gefährlichen Spinnenattacke, ruhig :)

Die Jungs richteten bis zum Sonnenuntergang ihre Schlafstätten im Wald ein. Manche gingen noch unterm Wasserfall duschen und es wurde fleißig Holz gesammelt, damit wir nicht frieren mussten.
Adel übernahm die Führung beim Abendessen, das diesmal sehr arabisch angehaucht war. Es gab Schaschlikspieße, Döner, Dürüm, Gemüsereis und Schokobananen; alles auf dem Feuer gegrillt und gekocht. Den Abend ließen wir mit feinem Steinkaffee unter Sternenhimmel im Rauch der blubbernden Schischa ausklingen. Kurz vor Mitternacht schloffen alle in ihre Schlafsäcke und leises Gemurmel wurde alsbald von „sanften“ Schnarchtönen abgelöst.

Mit Sonnenaufgang haben einige Jungs schon Holz gesammelt und das Feuer wieder in Gang gebracht, so wie sie es von Früher schon gelernt hatten, als sie noch in ihrer Heimat mit ihren Tieren oder einfach nur so unterwegs waren. Es wurde ein netter Frühstückstisch hergerichtet, auf das sich unsere Mädels bei ihrer Ankunft wohlfühlen. Die anderen Jungs bemerkten den Sonnenaufgang erst bei Ankunft der Mädels … und waren dann für den Abbau des Camps und das Aufräumen zuständig... was dem einen oder anderen sichtlich schwerfiel. Nach dem gemeinsamen Frühstück, das fast keine Wünsche offen ließ, marschierten wir wieder los zu unseren Autos, wo schon die Guides mit den Booten auf uns warteten.

Da ein paar Jugendliche aus gesundheitlichen Gründen nicht bei der 3-stündigen Raftingtour mitmachen konnten, gingen wir mit ihnen alternativ zum Eis essen in eine wunderbare Eisdiele. Nach dem Genuss einiger kalten Köstlichkeiten begaben wir uns zum vereinbarten Ausbootplatz und ließen uns die wärmende Sonne, bis unsere Kanuten eintrafen, buchstäblich auf den Bauch scheinen.

Beim Raften konnten die Jugendlichen alleine oder zu zweit von Alberschwende bis Wolfurt fahren. Während der Tour wurden Felsen ausgewichen, von Klippen gesprungen sowie ein Stausee überquert. Bei einer kurzen Pause in der Mitte konnte man sich stärken und etwas ausruhen, um den Rest der Bootsreise in Angriff zu nehmen. Bei der Ankunft in Wolfurt wurden die Rafters von den anderen Jugendlichen schon erwartet.

Zum Abschluss wurde eine kurze Evaluationsrunde gehalten. Dann wurden die Busse eingeladen und wir haben uns auf die Rückfahrt gemacht. Alle waren ziemlich ausgepowert von den ganzen Aktivitäten, aber es wurde schon nachgefragt wann wir wieder so einen Ausflug machen werden 😊

 

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