Rollenbilder, Rollenklischees, Zuschreibungen, …

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit* begegnen. Artikel 1: Freiheit Gleichheit und Brüderlichkeit*
Markus Schwarzl

Im Rahmen unseres Sozialarbeitsprojekt „E*Boy´s und E*Girl´s“ freuen wir uns besonders, zwei Workshops speziell für Jungen* in Zusammenarbeit mit dem Jungenkompetenzentrum anzubieten.

Das Jungenkompetenzzentrum ist ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, eine Geschlechtergerechte Zukunft herzustellen. Dieses Ziel wird mit verschiedenen Aktionen wie regelmäßige Diskussionsabende, Workshops für Jungs, Boysday Vorarlberg, Multiplikatorinnen und Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit verfolgt. Des Weiteren setzen wir auf Vernetzung. Gemeinsam mit Manresa (Deutschland) Fach- und Beratungsstelle Jungenarbeit sind wir in der Gründungsphase eines internationalen Netzwerkes Jungenarbeit und führen am 15.06.2021 eine Fachtagung zum Thema „Gegengift zur toxischen Männlichkeit*“ durch. Wir wollen mit unseren Angeboten die Rollenklischees und Rollenbilder aufbrechen und gemeinsam neue Wege zu einer Geschlechtergerechten Zukunft gehen.

Im Graf Hugo können sich die Jugendlichen mit Markus Schwarzl austauschen.

Termine:

Samstag, 19. September 2020; 17:00 – 20:00 Uhr
Samstag, 17. Oktober 2020; 17:00 – 20:00 Uhr

Ihr könnt Euch gerne im Jugendcafé oder bei Pascal per Mail:
Pascal@grafhugo.at oder Telefon: 0699/ 183 879 17 anmelden, da nur begrenzte Plätze vorhanden sind.
Wir freuen uns auf Euch.

Workshopleiter*
Markus Schwarzl ist vorsitzender des Vereins „Jungenkompetenzzentrum“, des Vereins „Pool Players Club Rankweil“ und Genderbeauftragter des österreichischen Pool Billard Verbandes. Hauptberuflich arbeitet Markus bei der Offenen Jugendarbeit Götzis und ist dort für die mobile Jugendarbeit, Jungenarbeit, Projekte, Workshops und Offener Betrieb zuständig. Markus ist ausgebildeter Sozialbetreuer* BB (Behinderten und Benachtiligtenbegleitung), Mediator* und besuchte zahlreiche Lehrgänge zum Themenschwerpunkt Gendersensibilisierung.

Zielsetzung

Stärkung der Geschlechterrolle
Wir setzen uns kritisch mit traditionellen Rollenfestlegungen auseinander, mit dem Ziel ungleiche gesellschaftliche Machtverteilungen aufzuzeigen und gemeinsam mit den Jungen* und Männer* zu reflektieren. Wir thematisieren die Beziehungen der Jungen* und Männer* untereinander, insbesondere unter Aspekten wie Konkurrenzverhalten, Hierarchisierung, Freundschaft, solidarisches Verhalten u. ä.

Stärkung der Selbstwahrnehmung
Wir bieten Erlebnisräume, damit sich Jungen* und Männer* in ihren Fähigkeiten, aber vor allem auch in ihren Begrenzungen wahrnehmen und somit Aspekten wie Mitgefühl, Respekt, Körperlichkeit, Mut, Kraft und Aggression, Schwäche etc. auseinandersetzen. Wir nehmen Jungen* und Männer* in ihrer jeweiligen Lebenslage an und unterstützt sie unter Berücksichtigung ihrer individuellen Fähigkeiten in der Entwicklung ihres Selbstwertes und einer positiven, männlichen* Geschlechtsidentität.

Stärkung der Persönlichkeit
Wir fördern die vielfältigen Fähigkeiten von Jungen* und Männer* zur Bewältigung ihres alltäglichen Lebens. Ziel ist, Handlungskompetenzen zu vermitteln, die es ihnen erleichtern, für ihr körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden selbst Sorge zu tragen.

Damit leisten wir einen Beitrag zur Prävention von Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung zwischen Menschen, zur Gesundheitsförderung und zur Chancengerechtigkeit der Geschlechter. Wir bieten vielfältige Erfahrungsräume und Chancen zum Erwerb und zur Erweiterung von kommunikativen, emotionalen und sozialen Kompetenzen. Hierzu gehört z.B. eine Erweiterung der Kritik- und Konfliktfähigkeit.